Verlängerung der Ausstellung von Nok bis 23. März 2014

Nok. Ein Ursprung afrikanischer Skulptur

Eine Ausstellung der Liebieghaus Skulpturensammlung in Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt

Die vielbeachtete Sonderausstellung „Nok. Ein Ursprung afrikanischer Skulptur“ in der Liebieghaus Skulpturensammlung wird um einen Monat bis zum 23. März 2014 verlängert. Bevor die Nok-Skulpturen nach Ende der Präsentation für bisher unbestimmte Zeit nach Nigeria, ihrem Fundort, zurückkehren, haben Besucher nun noch länger die einmalige Möglichkeit, die im Liebieghaus erstmals gezeigten spektakulären Funde zu sehen.

Neben den regelmäßig mittwochs um 17.00 Uhr und sonntags um 15.00 Uhr stattfindenden Führungen durch die Ausstellung, ergänzen im März 2014 weitere Veranstaltungen das Programm. So findet zusätzlich am Donnerstag, 13. März, um 18.30 Uhr eine Abendführung mit Dr. Nicole Rupp zum Thema „Die Archäologie der Nok-Kultur“ statt, am Donnerstag, 20. März, führt um 18.30 Uhr Annika Schmidt durch die Ausstellung zum Thema „Tradition und Innovation in der Nok-Kultur“. Während bei der Sonntagsführung in der Nok-Ausstellung am 9. März um 11.00 Uhr die Funktionen von Skulptur unter dem Titel „Kulturfigur oder alltagstauglich“ beleuchtet werden, wird die Sonntagsführung am 23. März um 11.00 Uhr sich bei „Zauber einer anderen Welt“ der afrikanischen Kunst im Liebieghaus widmen. Das am Samstag, 1. März, um 15.00 Uhr stattfindende Kunstkolleg „Basiswissen Kunst“ behandelt unter dem Titel „Archäologische Ausgrabungen“ Methoden der Wissenschaft.

Die über 100 Skulpturen und Fragmente der mehr als 2.000 Jahre alten Nok-Kultur aus dem subsaharischen Raum wurden von Archäologen der Goethe-Universität Frankfurt geborgen und werden in der Ausstellung gemeinsam im Dialog mit zeitgleichen Werken der altägyptischen und griechisch-römischen Antike aus der Sammlung des Liebieghauses gezeigt. Diese Präsentation thematisiert den großen Konflikt um das radikal veränderte Kunstverständnis des 20. Jahrhunderts: Europas figurative Kunst auf der einen Seite, auf der anderen die freien Formen der sogenannten primitiven Kunst.

Die aus Terrakotta hergestellten Nok-Figuren gehören zu den frühesten Zeugnissen afrikanischer Plastik und wurden in den vergangenen acht Jahren an über 200 Grabungsstellen im westafrikanischen Nigeria gefunden. In der gemeinsam von der Goethe-Universität Frankfurt und dem Liebieghaus konzipierten Präsentation können die ausdrucksstarken Skulpturen nun erstmals der Weltöffentlichkeit vorgestellt werden. Die rötlichen Figuren werden nach aufwendiger Restaurierung rund 60 zeitgleich entstandenen Kunstwerken der ägyptischen Spätzeit und der griechischen Klassik gegenübergestellt. Während der Austausch dieser Kulturen vor 2.000 Jahren durch die Sahara blockiert war, bietet die Ausstellung die Möglichkeit, die völlig eigenständig entstandenen Nok-Skulpturen mit der Kunst der Zeitgenossen des mediterranen Raums zu vergleichen. Zugleich thematisiert die Präsentation im Liebieghaus die Forschungsergebnisse dieses langjährigen und außergewöhnlich erfolgreichen Grabungsprojekts und zeigt neben den Skulpturen Funde von Alltagsgegenständen wie Tongefäßen, Steingeräten oder Schmuck, sodass ein umfassendes Bild dieser bemerkenswerten archäologischen Kultur Westafrikas vermittelt wird.

Nok. Ein Ursprung afrikanischer Skulptur

Kurator: Prof. Dr. Vinzenz Brinkmann (Leiter der Antikensammlung, Liebieghaus Skulpturensammlung)
Architektur: Karsten Weber, Architekt, Düsseldorf

Katalog: Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog im Africa Magna Verlag erschienen, herausgegeben von Peter Breunig, mit Beiträgen von Christina Beck, Peter Breunig, Vinzenz Brinkmann, Manfred K. H. Eggert, Angela Fagg Rackham, Gabriele Franke, Birgit Frohreich, Musa Oluwaseyi Hambolu, Alexa Höhn, Joseph F. Jemkur, Tanja M. Männel, Jasmin Munir, Klaus-Peter Nagel, Katharina Neumann, Umaru Yusuf Potiskum, Stephan Ritter, Nicole Rupp und Andreas Zimmermann. Dt. Ausgabe, ca. 292 Seiten, ca. 170 Farb- und 55 Schwarzweißabbildungen sowie 51 Tafeln, 39,80 Euro.

Öffentliche Führung durch die Ausstellung: mittwochs 17.00 Uhr, sonntags 15.00 Uhr
Zusätzliche Führungen und Veranstaltungen: Abendführung am Donnerstag, 13. März 2014, 18.30 Uhr mit Dr. Nicole Rupp: „Die Archäologie der Nok-Kultur“; Abendführung am Donnerstag, 20. März 2014, 18.30 Uhr mit Annika Schmidt: „Tradition und Innovation in der Nok-Kultur“; Sonntagsführung am 9. März 2014, 11.00 Uhr: „Kulturfigur oder alltagstauglich“; Sonntagsführung am 23. März 2014, 11.00 Uhr: „Zauber einer anderen Welt. Afrikanische Kunst im Liebieghaus“; KUNSTKOLLEG Basiswissen Kunst am 1. März 2014, 15.00 Uhr: „Methoden der Wissenschaft I: Archäologische Ausgrabungen“

Ort: Liebieghaus Skulpturensammlung, Schaumainkai 71, 60596 Frankfurt am Main
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr–So 10.00–18.00 Uhr, Do 10.00–21.00 Uhr, Montag geschlossen
Verlängerte Ausstellungsdauer: bis 23. März 2014
Information: www.liebieghaus.de, info@liebieghaus.de, Telefon: +49(0)69-650049-0
Fax: +49(0)69-650049-150
Eintritt: 9 Euro, ermäßigt 7 Euro, Familienticket 16 Euro, freier Eintritt für Kinder bis zu 12 Jahren

Projektpartner: National Commission for Museums and Monuments (Nigeria), University of Jos (Nigeria), Zentrum für interdisziplinäre Afrikaforschung
Gefördert durch: Deutsche Forschungsgemeinschaft
Mit Unterstützung von: Julius Berger International GmbH, dem William Buller Fagg Charitable Trust, den Freunden der Goethe-Universität und dem Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz

Bildquellenangabe: liebieghaus.de
Presse: Axel Braun (Leitung), Silke Janßen, Karoline Leibfried
Städel Museum, Dürerstraße 2, 60596 Frankfurt, Telefon: +49(0)69-605098-234, Fax: +49(0)69-605098-188, presse@liebieghaus.de

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