Religion: Das Judentum in Afrika

Das Judentum ist in Afrika nur noch selten vertreten. Vor mehreren 100 Jahren lebten vor allem in Nordafrika noch sehr viele Juden. Zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert wanderten viele Juden von Portugal und Spanien nach Afrika aus, um dort zu leben, weil sie aus ihren Ländern vertrieben wurden.

Heute gibt es nur noch wenige Juden in Afrika

Heute gibt es nur noch wenige Menschen in Afrika, die dem jüdischen Glauben angehören. In Afrika sind das Christentum und der Islam weiter verbreitet. Die Juden, die in Afrika leben, halten sich zudem oftmals nicht mehr an den traditionellen, jüdischen Glauben, sondern sie leben eine Religionsform, die sich stark an das Judentum anlehnt oder sie sind ungläubig.

Die meisten Juden in Afrika, leben im Süden. Im Norden und Westen hingegen, leben nur sehr wenige Menschen, mit jüdischem Glauben. Etwa zwei Prozent der Einwohner in Afrika bekennen sich zum Judentum. Viele davon sind aus Israel, Portugal, Spanien und anderen Ländern eingewandert. Die Afrikaner sehen den jüdischen Glauben als Bereicherung in ihrer Kultur. Das Land wurde durch verschiedene Religionen geprägt. Vor allem aber durch das Christentum und den Islam. Aber in Afrika finden sich auch andere Glaubensrichtungen.

Viele Volksgruppen haben einen eigenen jüdischen Glauben

In Afrika gibt es viele verschiedene Stämme, Naturvölker und Volksgruppen. Alle haben einen eigenen Glauben und eine eigene traditionelle afrikanische Religion, die dem Judentum sehr stark ähnelt und aus diesem Grund zur jüdischen Religion gezählt wird. Wie viele der jüdisch Gläubigen sich an das traditionelle Judentum halten, ist nicht bekannt.

Nicht nur der Glaube wird als Judentum bezeichnet, sondern auch das Volk. Während früher überwiegend Menschen aus Israel sich an die jüdische Religion hielten, gibt es mittlerweile immer mehr Menschen auf der ganzen Welt, die das Judentum für sich entdecken bzw. wieder entdecken.

Dennoch ist der Glaube an Judentum stark zurückgegangen, nachdem die Juden in Deutschland und in vielen anderen Ländern vertrieben wurden. Die Zahl der Gläubigen ist seitdem sehr stark zurückgegangen. In Afrika hingegen gab es keine Judenfeindlichkeit. Es gab dort keine Vertreibungen. Die sogenannten ‚schwarzen‘ Juden konnten sich dort seit jeher zu Hause fühlen.

Das Judentum als Grundlage für andere Religionsformen

Gemischte Religionen oder Vereinigungen aus mehreren Religionsarten werden als Synkretismus bezeichnet. Der Synkretismus hat seine Grundlage jedoch nicht in Kombinationen aus jüdischen und anderen Glaubensrichtungen gefunden.

Dennoch gibt es Religionen, die sich auf Basis des Judentums entwickelt haben. Das traditionelle Judentum wird in den meisten Ländern, somit auch in Afrika, nur selten ausgeübt. Fast immer basiert das ‚afrikanische‘ Judentum auf dem traditionellen Judentum, das jedoch mit anderen Religionen gemischt wurde. Es gibt jedoch Afrikaner, die das ursprüngliche Judentum erlernen, damit sie den ‚reinen‘ jüdischen Glauben leben können.

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