Die Klicklaute der Xhosa und Zulu

In Südafrika werden verschiedene Sprachen gesprochen. So zum Beispiel auch die Klicksprache. Oft geht man durch die Straßen Südafrikas und hört plötzlich Klicklaute. Die Sprache wird als isiXhosa oder isiZulu bezeichnet. Diese Sprache wird von den Volksgruppen Xhosa und Zulu gesprochen. Für Europäer klingt die Sprache sehr fremd. Selbst wenn Sie sich viel Mühe geben, braucht es vermutlich einige Anläufe, bevor Sie das eine oder andere Wort oder gar den Namen ihres Gegenübers gelernt haben.

Woher stammen die Klicklaute?

isiXhosa zählt zu den 11 Amtssprachen in Südafrika. Dennoch gilt isiZulu als die am häufigsten gesprochene Landessprache. Im Eastern Cape und an der Garden Route sowie der Wild Coast, hört man die Klicklaute besonders häufig. In Kapstadt gehört ein Großteil der schwarzen Bevölkerung der Volksgruppe der Xhosa an. Die Zulu leben vor allem im Bundesstaat KwaZulu Natal und im Zululand.

Begrüßung auf isiXhosa

Die Xhosa sind eine sehr freundliche Volksgruppe, die gerne Reisende in ihrer Sprache begrüßen. Oft rufen sie ein fröhliches ‚Molweni‘, was Hallo für eine Menschengruppe, die begrüßt wird, bedeutet. Wird nur eine einzelne Person begrüßt, sagt man ‚Molo‘. Auch die Begrüßung ‚Molo sissi‘ für ‚Hallo Schwester‘ oder ‚Molo bhuti‘ für ‚Hallo Bruder‘ sind unter jüngeren Menschen gleichen Alters geläufig. Außerdem gibt es noch die Begrüßungen für die Eltern oder für ältere Menschen ‚Molo mama‘, zur Begrüßung der Mutter und ‚Molo tata‘, wenn man dem Vater Hallo sagen möchte.

Die eigene Begrüßung für die Eltern soll den Respekt und die Wertschätzung vor älteren Menschen und ihrer Weisheit zeigen. Wenn Sie keine Kinder haben und mit Mutter oder Vater angesprochen werden, sollten Sie sich nicht beleidigt, sondern geehrt fühlen. Bedanken Sie sich mit einem herzlichen ‚Enkosi kakulu‘.

Es gibt nur Brüder und Schwestern

Die Volksgruppen Xhosa und Zulu bezeichnen sich selbst als ‚Nguni people‘. Diese Bezeichnung stammt von ihrem gemeinsamen Vorfahren König mNguni. Er lebte mit seiner Familie in Süd-Ost-Afrika. Für die ‚Nguni people‘ ist das soziale Verhalten von größter Bedeutung. Sie begegnen jedem Menschen mit ‚iNtlonipho‘, also mit Respekt. Dabei geht es ihnen nicht nur um die Familien- und Clan-Strukturen, sondern um alle Menschen.

Während man in Europa zwischen Geschwistern, Halb-Geschwistern, Cousinen und Cousins unterscheidet, gibt es diese Unterteilung bei den Xhosa und Zulu nicht. Dort werden alle als Brüder und Schwestern bezeichnet.

So schön können Sprachen sein

Viele Afrikaner sprechen neben ihrer Muttersprache auch Englisch. Wenn Sie auf Englisch begrüßt werden, sagt man: „Hello, how are you?“, also „Hallo, wie geht es dir?“ In den meisten Bantu Sprachen lautet die wortwörtliche Übersetzung der Begrüßung: „Hallo, ich nehme dich als Mensch wahr!“

Wenn Sie begrüßt werden, sollten Sie stets so freundlich sein und zurückgrüßen. Sonst werden Sie schnell als unfreundlich wahrgenommen. Im schlimmsten Fall werden Sie dann sogar ignoriert. Die Menschen in Süd- und Ostafrika sind sehr hilfsbereit und freundlich. Seien Sie es bitte auch!

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