Die Big 5 des Tierreichs

Immer wieder hört und liest man von den sogenannten Big Five oder Big 5. Aber wer sind eigentlich die Big Five? Und hat diese Bezeichnung wirklich etwas mit der Größe der Tiere zu tun? Die Tiere, die zu den Großen fünf zählen, leben heute oftmals in geschützten Nationalparks. Diese Tiere waren vom Aussterben bedroht. Zum Glück erholen sich die Tiere langsam wieder und die Geburtenrate steigt an. Im Jahr 1992 wurde zu Ehren der Big Five sogar vom Staat Kenia ein Briefmarkensatz entworfen. Außerdem ist auf jedem Geldschein in Südafrika einer der Big 5 zu sehen.

Welche Tiere gehören zu den Big 5?

Zu den Tieren, die vom Aussterben bedroht waren zählen:

  • Elefanten
  • Löwen
  • Leoparden
  • Nashörner
  • Büffel

Warum werden die Tiere als Big 5 bezeichnet?

Großwildjäger aus Europa und den USA gaben diesen Tieren im 19. Jahrhundert den Namen Big Five. Diese Tiere waren besonders schwierig und sehr gefährlich zu jagen, wenn man sich zu Fuß auf die Jagd begab.

In der Kolonialzeit waren Großwild-Safaris für reiche Menschen aus Großbritannien und Amerika in Mode. Dafür mussten sie in ferne Länder reisen und die Reisen waren sehr kostspielig. Also wollten die Menschen eine besondere Trophäe haben. Sie brüsteten sich damit, wenn sie alle Big Five an einem Tag getötet haben.

Wer das schaffte, genoss in Europa und in den USA höchstes Ansehen. Schließlich hatte man die gefährlichsten Tiere in Afrika ‚besiegt‘. Zum Glück ist die Jagd auf diese Tiere heutzutage verboten und wird bei Zuwiderhandlung schwer bestraft.

Teile der Tiere wurden teuer verkauft. So zum Beispiel die Zähne der Elefanten. Der Schädel der Büffel mit den Hörnern, das Horn des Nashorns sowie die Felle von Leopard und Löwe. Oftmals wurde das Fell mit Kopf und Pfoten verkauft. Es diente als Vorleger in Salons und Herrenzimmern.

Die Big 5 stehen unter Artenschutz

Die Big 5 leben heute üblicherweise in Nationalparks und stehen unter Artenschutz. Heute sind sie der absolute Touristenmagnet. Auf Safaris werden unzählige Fotos geschossen. Eine Jagdtrophäe, der besonderen Art, bei der kein Tier zu Schaden kommt.

Die Jagd auf die Big Five ist verboten und wird schwer bestraft. Leider gibt es aber immer noch Wilderer, die unter anderem für den asiatischen Markt Elefanten und Nashörner jagen. Von besonderem Interesse sind für die Wilderer die Stoßzähne der Elefanten und das Horn des Nashorns.

Zuchtfarmen für die Big Five

In Asien werden die Hörner für medizinische Zwecke als Potenzmittel und als Aphrodisiakum verkauft. Leider gibt es aus diesem Grund immer mehr Zuchtfarmen, die die Big Five züchten, um diesen fragwürdigen und traurigen Markt zu bedienen. Für einen Löwen erhalten die Wilderer bis zu 50.000 US-Dollar.

Die Gier nach Geld treibt die Menschen dazu, immer noch Jagd auf die Tiere zu machen und das trotz sehr starker Überwachung. Die Gebiete, in denen die Big Five leben, werden von Sicherheitsleuten und Drohnen überwacht. In Botswana wurde zum Glück ein unanfechtbares Jagdverbot verhangen. Dort gibt es keine Zuchtfarmen.

Safaris tragen zum Schutz der Tiere bei

Die Menschen in Afrika sind auf das Geld, das die Touristen für eine Safari bezahlen, angewiesen. Jeder Tourist, der eine Safari besucht, trägt zum Schutz der Tiere bei. Warum sollte man schließlich ein Tier erschießen, wenn es so immer wieder Geld hereinbringt? Gäbe es die Big 5 nicht mehr, würde den Menschen eine wichtige Einnahmequelle fehlen.

Wenn Sie einen Urlaub in Afrika planen, sollten Sie nicht zuletzt aus diesem Grund, an einer Safari teilnehmen. Sie werden dabei unvergessliche Momente erleben und tun gleichzeitig auch noch etwas Gutes für die Tiere. Sie schützen ihr Leben!

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