Indische Götter: Welcher Buddha passt zu mir?

Der Buddhismus setzt sich aus verschiedenen Kulturen und Traditionen zusammen. So kann sich das Aussehen der Buddha-Statuen von Region zu Region etwas unterscheiden. Die Statuen haben jedoch immer eines gemeinsam – sie haben eine spirituelle Bedeutung, die uns den Weg weisen soll.

Die spirituellen Bedeutungen kann man immer an den sogenannten Mudras erkennen. Dabei handelt es sich um Handgesten, die Buddha gemacht hat und die auch heute immer noch im Yoga Verwendung finden. Es gibt sogar mehr als 100 verschiedene Mudras. Wir sprechen heute jedoch nur über die wichtigsten Handgesten.

Haben Sie Angst?

Dann ist der Abhaya Buddha der Richtige für Sie. Die Statue gibt es als sitzende oder stehende Figur. Buddha hält die rechte Hand nach oben, wobei die Handinnenfläche dem Betrachter zugewandt ist. Die Finger zeigen nach oben. Der linke Arm liegt am Körper an und wird in der stehenden Position für gewöhnlich herabhängen gelassen. Im Sitzen darf der linke Arm neben dem Körper liegen oder der linke Arm liegt am Körper an, während die linke Hand im Schoß oder am Bauch verweilt.

Die Abhaya Mudra gilt als die Handgeste der Furchtlosigkeit. Sie stellt den Lebensabschnitt nach Buddhas Erleuchtung dar.

Das Gefühl der Erleuchtung

Die Bhumisparsha Mudra ist das Symbol der Erleuchtung. Dieser Buddha ist immer eine sitzende Statue. Die rechte Hand des Bhumisparsha Buddhas liegt auf dem Knie, wobei die Finger in Richtung der Erde zeigen. Die linke Hand ruht mit der Handfläche nach oben auf dem Schoß.

Bhumisparsha bedeutet so viel wie ‚Die Erde berühren‘ oder ‚Die Erde rufen‘, um Zeugnis abzugeben. Diese Handgeste vollführte Buddha in dem Augenblick als er unter einem Bodhibaum die Erleuchtung erfuhr.

Die Geste der Lehre

Die Dharmachakra Mudra ist die Geste der Lehre. Bei dieser Handgeste berührt die Mittelfingerspitze der linken Hand, die Spitzen von Daumen und Zeigefinger der rechten Hand. Dadurch wird der sogenannte mystische Kreis gebildet. Die Handgeste wird auf Höhe des Herzens ausgeführt. Der Dharmachakra Buddha ist eine sitzende Statue. Die Handgeste stellt die Bewegung des Dharma-Rads dar.

Nachdem Buddha die Erleuchtung erlangte, gab er seine Lehren im Hirschpark von Sarnath an andere Menschen weiter.

Die Weisheit erleben

Die Dhyana Mudra steht für die Weisheit. Der sitzende Buddha lässt beide Hände in seinem Schoß ruhen. Dabei liegt der rechte Handrücken auf der Handfläche der linken Hand auf. Es ist zudem möglich, dass sich die Daumen berühren. Wenn sich die Daumen berühren, wird dies auch als mystisches Dreieck bezeichnet. Die Dhyana Mudra ist ein beliebtes Meditationsmudra und das Symbol der Weisheit.

Buddha soll diese Handgeste während seiner letzten Meditation gemacht haben, bevor er die Erleuchtung erlangte.

Ein Schutz gegen negative Energien

Die Karana Mudra ist eine Handgeste gegen das Böse, gegen Dämonen und um negative Energien auszuleiten. Der Karana Buddha ist als sitzende oder stehende Statue erhältlich. Buddha hält bei der Karana Mudra den Zeigefinger und den kleinen Finger der rechten Hand unangestrengt nach oben. Die anderen Finger werden dabei in der Handfläche gefaltet bzw. einfach locker losgelassen, ohne dabei die Handinnenfläche zu berühren.

Der Karana Buddha hält also negative Energien und das Böse von einem fern.

Für mehr Mitgefühl und Nächstenliebe

Manchmal ist es schwer, am Gebot der Nächstenliebe festzuhalten, wenn man jemanden nicht mag. Die Varada Mudra soll dabei helfen, mehr Nächstenliebe und Mitgefühl für andere zu entwickeln. Häufig wird diese Handgeste auch mit anderen Mudras kombiniert.

Der Varada Buddha lässt den rechten Arm einfach locker nach unten hängen, wobei die Hand im Schoß verweilen kann. Die Handfläche ist dem Betrachter zugewandt. Die Finger der Hand sind ausgestreckt. Jeder Finger steht für eine Vollkommenheit. Die fünf Finger stehen für Großzügigkeit, Moral, Geduld, Anstrengung und Konzentration.

Der unendliche Energiefluss des Lebens

Der Vitarka Buddha steht für die Lehrphasen Buddhas und den unendlichen Energiefluss des Lebens. Bei der Vitarka Mudra berühren sich die Fingerspitzen des rechten Daumen und Zeigefingers, sodass sie einen Kreis bilden. Die Hand wird dabei hochgehalten und dem Betrachter zugewandt, während die linke Hand im Schoß ruht.

Jede Buddha-Statue hat, je nach Handgeste, eine andere Bedeutung. Sie alle symbolisieren die verschiedenen Ereignisse im Leben Buddhas. Sie stehen für eine wichtige Botschaft oder eine Lektion. Bei Betrachtung der Statue kann die entsprechende Botschaft immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden.

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