Das Geheimnis afrikanischer Masken

Magisch, geheimnisvoll, ehrfurchtgebietend, vielleicht sogar furchteinflößend: Diese Attribute kommen einem in den Sinn, wenn man afrikanische Masken betrachtet. Sammler und Liebhaber afrikanischer Kunst schätzen die lebendige und ursprüngliche Atmosphäre, die die für uralte Riten hergestellten Masken umgibt. Die Farb- und Formgebung der Handwerksstücke erfolgt nicht willkürlich, sondern besitzt eine sehr ausgeprägte Symbolsprache. Dabei hat jeder afrikanische Stamm einen ganz eigenen Stil entwickelt, der auf die ganz eigenen Rituale und den individuellen Glauben abgestimmt ist.

Bedeutungen und Anwendungen

Die verschiedenen Bedeutungen und Symbole sind so vielfältig wie der afrikanische Kontinent selbst. Masken sollen Fruchtbarkeit bringen, vor bösen Geistern und Krankheiten schützen und auch von ihnen befreien. Weiterhin werden sie für alle möglichen spirituellen, religiösen und alltäglichen Rituale verwendet. Dazu zählen Initiationsriten, Anrufungen der Götter und Ahnen um Ratschläge und Schutz, Abschiedszeremonien für Verstorbene oder Masken für die verschiedenen Wochentage. Die geschnitzten Gesichter stellen oftmals auch Gefühle dar wie Trauer, Wut oder Freude. Tiermasken symbolisieren die Schöpfung und die Verbindung aller Lebewesen und verleihen ihrem Träger magische Kräfte. Auch in der geheimnisvollen Voodoo-Religion haben die Gesichtsbedeckungen ihren festen Platz.

Jede Maske hat eine ganz besondere Bedeutung für den jeweiligen Träger. Sie darf nur von einer bestimmten Person getragen werden. Der Träger lässt seine Persönlichkeit hinter sich und wird zu dem Tier, Geist, Ahnen oder der Gottheit, die durch die Gesichtsbedeckung dargestellt wird. Es ist strengstens verboten, unter die Maske zu schauen, denn dann verliert sie ihre magische Kraft, die Diesseits und Jenseits verbindet.

Herstellung

Je nach Stamm werden die Masken aus verschiedensten Naturmaterialien gefertigt wie Holz, Messing, Bronze und Kupfer, Elfenbein, Terrakotta, Keramik, Bast oder Stoff. Die Werke können relativ schlicht aus einem Material hergestellt oder reich verziert werden mit bunten Farben und vielen Details. Innerhalb eines Stammes wird die Kunst des Maskenbildens immer weiter gegeben, wodurch sich jahrtausendealte Traditionen erhalten konnten. Die Stammesmitglieder, die Masken anfertigen, besitzen meist ein sehr hohes Ansehen, da ihre Tätigkeit weit über gewöhnliches Handwerk hinausgeht: Sie müssen neben der nötigen Fingerfertigkeit auch genau über die religiöse und zeremonielle Symbolsprache ihres Stammes Bescheid wissen.

Beispiele verschiedener Stämme

Die Mandé aus Niger tragen ihre Masken hauptsächlich zu Einweihungs- und Trauerzeremonien. Sie verwenden klare und simple Formen. Die Augen liegen weit oben auf flachen Wangen, Brauen und Nase sind zu einem T verbunden. Aus Holz geschnitzt, werden die Masken oft naturbelassen oder mit dunklen Farben bemalt. Die einzige Verzierung bilden schwarze Versenkungen oder eingebrannte Narben.

Die in Westafrika lebenden Dan verwenden bei Rechtsstreitigkeiten die sogenannte Glewa-Maske. Sie soll Frieden stiften und eine Lösung herbeiführen. Es handelt sich hierbei um eine sehr große Maske. Sie kann entweder als Elefant mit länglichen, schlauchförmigen Augen und einer gewölbten Stirn gefertigt sein oder als menschliches Antlitz mit übertriebenen Gesichtszügen.

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    Besten Dank für die liebevoll aufbereiteten Texte und Bilder.