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Djemben haben viele Gesichter

Wer es gern exotisch in seiner Wohnung mag, der dekoriert mit abstrakten Figuren, extravaganten Gemälden oder kunstvollen Sammlerstücken. Dazu gehören zweifelsfrei afrikanische Musikinstrumente. Wer sich für eine Djembe als Dekorationsobjekt entschieden hat und die afrikanische Bechertrommel nach einer Weile zu langweilig findet, kann sie stilecht aufpeppen und ihr ein neues Gesicht verleihen. In Genua zum Beispiel, wird die Bespannung der Trommel umwickelt. Der Kronenring wird so nicht eingefasst, sondern ummantelt, was ein optisch gleichmäßigeres und ansprechenderes Bild ergibt. Wer seine Trommel nicht nur als Deko nutzt, sondern auch ab und an seine Hände darauf spielen lässt, braucht keine Angst zu haben, der Halt der Haut und somit das Trommelspiel werden dadurch nicht verändert.
Die Geschichte der Trommel ist auch die Geschichte der Menschen. Die Trommel war wohl einer der ersten Instrumente, die den Menschen aus dem undifferenzierten und vegetierenden Dasein heraus begleitete. Es gibt kaum eine Kultur, die nicht irgend eine Form von Trommeln kennt. Sie war Komunikationsmittel zur Verständigung über weite Entfernungen, sie war Kultobjekt. Trommeln waren die Telefone der alten Zeit und das Reittier der Schamanen auf ihrem Flug durch die Welten. Trommeln und Trance stehen in unmittelbarem Bezug zueinander. Der Schlag auf die Trommel ist gleich dem Rhythmus der Erde, ihr Herzschlag. Die Trommel berührt das Herz und kann die tiefe Urverbundenheit wieder in Erinnerung rufen.